Sonntag, 3. Juni 2018

Hagel in St. Augustine

Das Wetter zeigte uns die Zähne. Am Sonntagabend zogen die Gewitter in St. Augustine genau über uns hinweg. Dazu gab es Hagelkörner bisher ungekannter Größe. Die Aufschläge an Deck und auf den Luken ließen uns um unsere Solarpanels bangen. Doch am Ende blieb alles heil.
Heute liegen wir 56 Seemeilen nördlich von St. Augustine vor Cumberland Island, die Gewitter sind weg und unser Ankerplatz ist sehr ruhig. Leider fehlt der richtige Wind gen Nordosten. Noch ca. 830 Seemeilen bis New York.

Donnerstag, 24. Mai 2018

Angekommen in den USA

West Palm Beach vom ICW aus gesehen. Viele der Häuser Residenzen, entsprechend viele Restaurants, die Stadt recht hübsch gestaltet (für amerikansiche Verhältnisse)
Wir sind in Palm Beach angekommen und ankern vor West Palm Beach, dem Zentrum. Es gibt noch ein North Palm Beach, in dem einklariert werden muss. Trump überall, Tower, Drive, Place oder Golfplatz, der Name ergibt einige Suchergebnisse in unserer geliebten "maps-me"-App. Diese App ist wunderbar und lässt uns Aldi und einen andere Supermärkte (heißen hier Publix) finden. Eine kostenlose App, die bisher auf allen Inseln problemlos funktioniert hat. Leider gibt sie für "AT&T", DIE amerikanische Telekommunikationsgesellschaft, den ersten Shop erst in 86 km an, doch die Tourist-Info hilft mit einer Adresse weiter, Entfernung für uns "nur" 4,5 km. In der PG-Mall weiter im Norden soll es auch einen AT&T Shop geben, aber wir wollen nicht warten. Auch Aldi befindet sich nur 5 km von uns entfernt. Wir wollten die Zivilisation, nun haben wir sie in geballter US-amerikanischer Form.
Das Wasser im ICW ist braun, kein Anker mehr zu sehen, dafür kommt er eingehüllt in ein Moddergemisch an die Oberfläche, das nix Gutes erahnen lässt. Die Pump-Out-Stationen für die Yachties an den Stegen funktionieren vermutlich erst seit kurzer Zeit.

Das Einklarieren in Palm Beach ist recht einfach, es gibt keine Schiffs-Kontrolle. Wir machen einen Tankstopp an der Riviera Beach Marina und fragen höflich, ob wir länger liegen bleiben dürfen. Dies wird uns freundlich vom Tank-Boy gewährt. Das Customs and Immigration-Gebäude ist gleich nebenan. Mit dem Crusing Permit aus Puerto Rico und unseren B1/B2-Visa müssen wir nur noch einen Anmeldezettel wie in den Flugzeugen üblich ausfüllen. Danach sind wir für 6 Moante in den USA willkommen. Keine Gebühren - we are very pleased.

Wir motoren in Richtung City Palm Beach (West Palm Beach), eine Ansammlung riesiger Hochäuser. Die Flagler Memorial Bridge wird auf Kanal 09 um Öffnung gebeten und tut dies auch exakt um 15:45 h (oder 15:15 h), man gibt nur kurz eine Info, den Schiffsnamen und wohin es geht.
Ein Ansammlung kleiner Schiffe ankert hier, es gibt einen öffentlichen Steg, an dem wir tagsüber sogar die Magic Cloud festmachen dürften. Doch uns reicht das für das Dinghy, mal sehen was die Stadt bietet.

Samstag, 19. Mai 2018

Bahamas 2018 Ade



Auf dem Boo Boo Hill von Warderick Wells/Exumas/Bahamas legten ursprünglich Schiffe Holzbretter mit ihren Namen ab, um die Wettergottheiten um gutes Reisewetter zu bitten. Heute ist es möglicherweise einfach Brauch geworden, dadurch seine Anwesenheit anzuzeigen, und es ist ein stattlicher Berg geworden. Dieser Ausschnitt zeigt, dass dieser nun durch ein weiteres Schild von uns erhöht wurde
Nassau im Mai zeigt sich von seiner ungemütlichen Seite. Während der letzten vier Wochen hatten wir mehr Regen- als Sonnentage, die Nächte brachten dauernden Starkregen und Gewitter, der Wind kam aus Südosten. Selbst NOAA war es wert, dieses Gebiet anhaltender Thunderstorms als möglichen Herd eines tropischen Sturms oder Hurricanes zu erwähnen, allerdings mit sehr geringer Chance, tatsächlich solche zu werden.
Und wir mittendrin in der Küche dieser stürmischen Gebiets: Gewitter in uns bisher ungekannter Stärke und Ausdauer ließen uns unsere elektronischen Geräte im Backofen oder in unserer Blitzschutzbox sichern.
Am Sonntag werden wir in Richung Palm Beach/Florida segeln, bevor der Wind einschläft und sich der nächste Wirbel von Süden kommend bemerkbar macht.
Wir haben die Tracks unserer Bahamas-Törns schon unter den Revierinfos eingestellt. Mehr Informationen folgen noch, sowie eine weitere Auswahl unserer vielen Bilder, die wir in den nächsten Tagen und Wochen sichten werden.

Bahamas, wir kommen wieder! 

Dienstag, 15. Mai 2018

Shroud Cay, Driftwood Beach und Driftwood Camp

Leider keine Bilderbuchwetter für den schönsten Strand der Exumas
Doch ALLE lieben diese Durchfahrt auf die Ostseite der Insel
Die Strömung im Mangroven-Creek bringt unseren Außenboarder an seine Grenzen, aber wir erreichen den Atlantikstrand, der, wie wir jetzt endlich wissen, Driftwood Beach heißt
Diesmal besteigen wir auch den Berg, denn hier befindet sich das "Camp Driftwood", das in den 1960er Jahren von einem Segler erbaut wurde, und von wo aus die USA in den 1980er Jahren den Drogenverkehr von Normans Cay ausspioniert haben
Leider fehlt heute die Sonne, es ist recht feucht
Deshalb haben wir unsere Regenjacken dabei!

Sonntag, 13. Mai 2018

Warderick Wells, die Dritte

Anlegen an eine Mooringboje in der Strömng ist für eine Zweier-Crew nicht immer ganz einfach. Jo hilft mit dem Dinghi, wird fast unter dem Kat erdrückt, und erntet dafür den Dank des frischgebackenen Eignerpaares. Dabei hat doch so ein Kat wunderbare Stufen am Heck, die geradezu dazu herausfordern, rückwärts an die Mooring zu fahren und dann das Schiff zu drehen

Im Kanal von Warderick Wells vor dem Hauptquartier



Die MAGIC CLOUD ist nun auch auf dem Boo Boo Hill verewigt
Besuch am Schiff, wir füttern mit altem Käse Wurst, ihm gefällt's. Allerdings ist er ein bisschen ... dumm? Fällt ein Leckerbissen auf Stirn oder Nase, ist dieser Ammenhai irritiert, lässt das Stück dann aber einfach wegtreiben ... Trotzdem bleiben wir auf Distanz, obwohl er ja angeblich gar keine gefährlichen Zähne hat
IKEA als Vollkornbrot-Lieferant, der "Zuammenbau" geht erstaunlich leicht, und das Ergebnis schmeckt leeeeeecker!!! Nach all dem Quetsch-Brot, das wir seit Monaten essen, ist dies eine wahre Köstlichkeit

Mittwoch, 9. Mai 2018

Staniel Cay Yacht Club

Anlegestelle für die Dinghis
Sollte es hier etwa Langfinger geben?
Durch die Dreharbeiten zum 007-James-Bond-Film Thunderball in der nahegelegenen Thunderball-Grotto (1964/65)  ist auch der ortsansäßige Club zu einer Institution geworden. Bar und Restaurant sind stets gut besucht, wir mögen die Atmosphäre hier, die Cocktails und das Menü mit gegrilltem Mahi-Mahi!


Type Südstaaten-Stühle der USA
Auch hier hinterlassen die Gäste zu Schiff gern ein Zeichen - zum Glück keine T-Shirts
Die 007-Gang

Dienstag, 8. Mai 2018

Schildkrötenfütterung auf Little Farmers Cay

Wieder besuchen wir Little Farmers Cay, das Wetter ist heute durchwachsen und wir fragen uns, ob wir unterwegs trocken bleiben? Diesmal buchen wir bei Cassel für 20 USD die Fütterung der Schildkröten
Gut erzogen! Zwei Schildkröten, Buddy und Feisty, haben großen Appetit und lassen sich auch anfassen
An der Fischfiletierstelle sind auch die Rochen zu finden, die über die Beute in Streit geraten
Keiner gibt auf, ein ständiges Umkreisen und Ausnutzen von Unachtsamkeiten und Futtern

Sonntag, 6. Mai 2018

Caribbean Marine Research Center, Lee Stocking Island

Von Süden kommend führt eines der ersten Inlets zwischen den Exuma-Inseln nach Lee Stocking Island. Ein schöner ruhiger und einsamer Ankerplatz

Das verlassene Caribbean Marine Research Center weckt unsere Neugier und wir werden nicht enttäuscht
Die Atmosphäre ist skurril, spannend, ein bisschen gespenstisch und auch traurig. Zum Teil sieht es so aus, als sei alles in Windeseile verlassen worden. Wir haben manchmal das Gefühl, gleich kämen die Mitarbeiter um die Ecke und arbeiteten weiter
Ein toller, ein wunderschöner Arbeitsplatz, an dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch wohnten! Sogar eine Flugzeug-Landebahn ist vorhanden
Die Bilder sprechen für sich. Angelika und ein Freund in Kiel recherchieren die Geschichte des Centers und finden heraus, dass es, auch Perry Institute for Marine Science genannt, 1970 von John  Perry Jr. gegründet und mit Hilfe von Spenden und Fördergeldern finanziert wurde. Perry erfand für die Forschung dort auch ein kleines Unterseeboot. Nach seinem Tod 2006 ließen die Spenden nach, so dass das Center als Ort aufgegeben werden musste. Heute arbeiten noch wenige Wissenschaftler/innen für das Institut, die in Projekten und an anderen Institutionen tätig sind. John Perry Jr. war maßgeblich an der Gründung der amerikanischen National Oceanographic and Atmospheric Administration (NOAA) beteiligt



Solche Schriften und die Schriftenreihen kennt Angelika aus der GEOMAR-Bibliothek!
Ein Wohnhaus
Ein privilegiertes Wohnhaus am Strand
Mehrbettzimmer
Arbeitsgeräte sind noch vorhanden



Einträge von 2011
Diesen Besuch empfanden wir alle als sehr beeindruckend und wir werden das Caribbean Marine Research Center nicht so schnell vergessen!

Samstag, 5. Mai 2018

Stocking Island mal anders

Am Volley Ball Beach von Stocking Island, gegenüber von George Town, treffen sich die Segler. 1000e Kilometer von der Heimat entfernt werden Gefühle in Holz geschnitzt
Die berühmte Chat 'n' Chill Bar mit Restaurant - sonntags gibt es hier oft Schwein, drei Tage am Spieß gegrillt - lecker!
Manch ein Besucher gibt das letzte Hemd
Immer wieder schön