Mittwoch, 31. Oktober 2018

Good-Bye Deep Creek Lock

Robert, der Schleusenwärter an der Deep-Creek-Schleuse lädt uns und eine weitere Yacht-Crew am Morgen zum Kaffee ein. Wir bringen etwas für das Frühstück mit, und es entspannen sich interessante Gespräche. Robert ist sehr an den Seglern und deren Leben interessiert. Er hat ein großes Unverständnis für die Politik von Trump, wir sind gespannt, wie die bald stattfindenden Midterm Wahlen am 6. November ausgehen.

Robert ist ein Meister der "Conch-Musik"


Montag, 29. Oktober 2018

Norfolk, Good-Bye, and Welcome, Dismal Swamp

Jo holt unsere neue EPIRB von der Firma VIKING ab und muss dafür mit der Fähre nach Norfolk übersetzen und sich dann mit dem Rad jeweils mehr als 6 Kilometer bis zur Niederlassung in einem Industriegebiet gegen Wind und Verkehr durchkämpfen.

Danach gibt es kein Halten mehr, wir verlassen unser Freedock vor der High Street von Portsmouth und gelangen nach 8,51 sm, etlichen Brücken und einer Schleuse gleich am nächsten Freedock an. Endlich umgibt uns wieder naturbelassene Ruhe. Der Indian Summer kündigt sich an und die Stimmung an diesem stillen Wasser ist fast mystisch.

Eine Eisenbahnbrücke, die meist oben ist und daher eineHöhe von 65ft hat, was für unsere Masthöhe von 63,5 ft kein Problem darstellt
Hier muss die Hubbrücke angehoben und damit der Verkehr auf einem Haupt-Highway gestoppt werden. Die dahinter liegende Eisenbrücke ist ebenfalls meist offen - anscheinend verkehren nicht mehr so viele Eisenbahnen wie zur Zeit des Brückenbaus?
Danach biegen wir rechts ab in den Dismal Swamp Kanal. "Dismal Swamp" heißt nicht "Schlechter Sumpf"! "Dismal" ist einfach ein Ausdruck, der benutzt wird, um  eine sumpfige Landschaft zu bezeichnen
Oh, ist es plötzlich schön und ruhig nach der Werftstadt Norfolk!
Nice Houses säumen die Ufer, natürlich alle mit größeren und kleineren Bootsstegen
Schwupp, sind wir in der Deep-Creek-Schleuse
Ruhe umgibt uns, Entengrütze treibt träge mit der Strömung
Die Tore schließen sich, und aufwärst gehts, ca. 2 Meter
In Pittburgh gab es wieder eine Schießerei, das Land lebt im "Halbmast"
So, oben sind wir
Hinter der Schleuse verholen wir an den Freedock und bleiben zwei Nächte
Frisch poliert und schon wird es wieder dreckig
Der Indian Summer setzt ein
Ein Einzelfall, es ist sehr sauber, das braune Wasser ...
Wunderschöne Landschaft - im stillen Wasser genießen wir die Spiegelungen

Sonntag, 28. Oktober 2018

Norfolk, Virginia, dort wo die 2. US-Navy-Flotte ihre Basis hat


Norfolk ist der Stützpunkt der 2. US-Navy-Flotte. Im endlos langen Hafen liegen unzählige Trockendocks, in denen die Navy-Schiffe repariert werden. Flugzeugträger und jede andere Art von Schiffen wird hier überholt. Es sind bestimmt mehr als 50 Schiffe, die der alten konföderierten Stadt ein einträgliches Einkommen sichern.

Wir machen einen Landausflug und entdecken dieses Schmuckstück
Das Holz in perfektem Zustand
Und nun lösen wir auf mit Googlelitis: Formerly owned by actor Johnny Depp, luxury yacht Vajoliroja was purchased by Harry Potter author J.K. Rowling in 2016 for £ 22 million. The craft boasts five cabins, plus five more for crew, opulent saloons in bohemian style, entertainment areas and all kinds of toys, such as waterskis and kayaks. The 156ft Vajoliroja has now been named Arriva and is for sale
Hauptattraktion in Norfolk ist ein Schlachtschiff aus dem Jahr 1944. Die WISCONSIN nahm noch am Irak-Krieg teil, danach wurde diese als Museum in einen eigens gebudelten Kanal verfrachtet. Das Ende der Schlachtschiff-Ära, danach begann die Zeit der Lenkwaffen und Raketen
Schlank, schlanker, noch schlanker geht's nimmer und sie pflügte mit bis zu 33 Knoten durch die See, angefeuert von Kohle, 8 Kesseln, 4 Dampfturbine und 4 Propellern
Symbolträchtig der Seeman mit sehnsüchtigem Blick und Seesack, dahinter eine ganzer Reihe von Mahntafeln von Unglücken auf US-Marineschiffen, schaurige Beispiele, wie häufig es im Laufe der Zeit zu tragischen Unfällen mit Opfern kam
Wir laufen durch den historischen Freemason (Freimaurer) District
Bilder die sich wiederholen
Ohne Säulen geht es nicht
Die Public Library taucht auf
Halloween steht vor der Tür
Norfolk hat diese Nixen als Wahrzeichen ausgerufen



Ein Musterhaussiedlung, mit identischen Flaggen ... erinnert etwas an unser Russee
Wir gesagt die Nixen - jeder Künstler durfte mal 'ran ...
... vermutlich aus Hawai
Ja die Navy, da gibt es Touren zu den Docks mit den Schiffen
Und im benachbarten Museeum "Nauticus", zu dem das Schlachtschiff gehört, besichtigen wir eine alte Schiffsbrücke
Dies Foto ist für Michael, der hoffentlich damit Bescheid weiß
Kreiselkompass von SPERRY
Mannschaft der WISCONSIN vollständig angetreten: 2800 Mann
Vermutlich ein Sonntagsbild
Es muss nicht immer Blechnapf sein
Ausstellungsstücke zur Waffentechnik
Panzerungen wurden aus mehreren Schichten erstellt und erprobt
Das Schiff hat ein Teakdeck, ob es noch das erste ist, war nicht festzustellen, doch in jedem Fall legten die Erbauer Wert auf ein Holzdeck. Dafür gab es damals gute Gründe, die US-Navy rüstete 80 Jahre lang ihre Schiffe mit einem Holzdeck aus
Offizierskabine
Im ganzen Schiff roch es nach - vermutlich Desinfektionsmittel
Mannschaftskantine
Im Museeum gab es auch eine Abteilung zu Wasser, Fluss und Ozean und zu deren Erforschung durch NOAA (National Oceanographic Atmospheric Administration) und Armee. Für die Kinder gab es ein paar Aquarien, und eines mit noch lebenden Krabben, die, die in den von uns Seglern so gehassten Crab-Pots gefangen und als Köstlichkeit verkauft werden (die Pots mir ihren kleinen, oft dunklen Bojen liegen gern in guten Ankergründen mit bis zu 3 Metern Tiefe und drohen, sich in unseren Schrauben zu verheddern)

Samstag, 27. Oktober 2018

Hochwasser und Halloween in Portsmouth, Virginia

Die ersten 50 Seemeilen in Richtung Süden sind geschafft. Wir liegen an einem Freedock (kostenlos für 36 Stunden) in Portsmouth, einer kleinen Stadt am Elizabeth River, genau gegenüber von Norfolk. Von diesem Freedock fährt eine Pesonenfähre (2$/Person) nach Norfolk, das ist prakisch.
Leider gibt es einen kleinen Sturm nach unserer Ankunft, der erheblich mehr Wasser als üblich in die Chesapeake Bay treibt und den Wasserstand zusammen mit der Tide um 1,5 Meter schwanken lässt. Das erste Mal seit 2012 mussten unsere Fenderbretter mal wieder 'raus und es begannen unruhige Nächte mit mehrfachem Anpassen der Fenderbretter.

Ken und Dan von unseren Nachbarschiffen geben uns Einblicke in ihr amerikanisches Leben. Dan ist mit 26 Jahren aus der Navy "retired", leider verrät er uns keine Details. "A long story", wir wollen sehen, vielleicht erfahren wir mehr. Unseren Katamaran findet er jedenfalls aufregend, er will in den Pazifik und dort als Freediver Spearfishing machen, sein eigener Youtube Kanal vermittelt uns, dass er ist ein Profi ist.

Ken schaut mehrfach nach unseren Leinen und erkundigt sich nach unserem Befinden. Seine Frau, die uns am Anfang noch freundlich begrüßte, ist nun allerdings verschwunden. Da er in den Norden will, müssen wir wohl Abschied nehmen.

Es ist Halloween-Zeit, den Ghost Walk durch die Stadt haben wir leider schon verpasst, doch im Restaurant beobachten wir ein Familie mit Kleinkind, beide Eltern stecken wie das Kind in Kostümen. In der Stadt tauchen gegen Abend auch immer mehr Menschen in lustigen Verkleidungen auf, es ist Samstag Abend und vermutlich steigen nun die Partys.

Die High Street führt als einzige attraktive Hauptstraße direkt von unserem Liegeplatz in den Ort. Kino, General Dollar (1$-Laden), ein "German Restaurant" mit original German Food (Ungarisches Gulasch) and Beer, Raumausstatter, ein Coffe Shop mit Bagels, Muffins und Donuts - aber kein Bäcker, der uns morgens frische knusprige Brötchen verkauft.

Sorry, aber wir können mit der Versorgungslage hier nicht warm werden. Nachts träumen wir von dänischen, französischen und deutschen Bäckereien, von italienischen Pizzerien, spanischen Tapas-Bars und portugiesischen Fischmärkten. Hm, da war doch noch etwas - haben wir etwa englische Fisch and Chips vergessen?

Wir liegen am Freedock "High Landing", im runden Gebäude befindet sich eine Brewery
Wind presst zusätzliches Wasser in die Chesapeake Bay und mit dem Hochwasser ist eine Verlassen der MAGIC CLOUD nicht mehr möglich. Die Fenderbretter kommen wieder zum Einsatz (das letzte Mal 2012). In der Nacht müssen sowohl Fender als auch Bretter mehrfach angepasst werden. Durchschlafen ist etwas Anderes
1752 wurde Portsmouth gegründet, die meisten Häuser in der Altstadt sind aber ca. 100 Jahre jünger

Ein Feuerschiff mit einem Pilzanker, der, auch wenn sich das Feuerschiff  durch Wind, Tide und Strömung immer wieder dreht, niemals ausgraben wird
Daneben ein Wohnhaus mit Waterfront Blick ...
... auf die zu reparierende Navy-Flotte der USA
Wir erstürmen die in sprungnähe befindliche Brewery
Macht Alles eine guten Eindruck ...
... der Name hält sein Versprechen
Jo findet im fußnahen Dollar General (1-Dollar-Laden) eine neue Ausstattung und probt Halloween