Donnerstag, 28. Juni 2018

Angekommen in New York

Wir sind am Donnerstag in Great Kills angekommen, einer geschützen Bucht vor New York auf Staten Island.


Staten Island gehört zum Staat New York, seit 1668 der New Yorker Charles Billop eine 24stündige Segelregatta gegen den Teilnehmer aus New Jersey gewann! Natürlich erhielt Billop Land und ein Herrenhaus auf Staten Island, das etwas mehr als hundert Jahre später Ort der Friedenskonferenz zwischen Großbritannien und den amerikanischen Revolutinären, dem entstehenden Staat USA, war.

Wir haben eine Boje im Richmond County Yacht Club genommen. Der Preis von 25 US$/Tag oder 125$/Woche ist günstig. Es gibt einen Wassertaxiservice von 8:00 bis 23:00 Uhr

Samstag, 23. Juni 2018

Auf nach New York mit Stopp in Ocean City, New Jersey

Wir wollen ein 2-Tages-Wetterfenster nutzen und nach New York segeln. Es soll Rückenwind geben, allerdings nur mit Stärken zwischen 6 und 20 Knoten. Die Ausfahrt aus der Chesapeake Bay ist tricky - Strom, Wind und dies möglichst mit Strom 'raus und Wind von hinten. Doch der Weg ist lang aus der Bay hinaus, und so planen wir den Freitag mit Ostwind ein. Ein schwerer Fehler, bei ablaufendem Wasser wollen wir uns das Geschuckel durch Ostwind gegen ablaufenden Strom nicht antun. Also abwarten. Doch bei einlaufendem Wasser ist die Kreuz keine Freude, wir segeln teilweise auf der Stelle. Die Wetterberichte sind sich uneinig, wann genau unser Rückenwind einsetzen wird, für uns zu spät und zu schwach, mit blöder Restwelle von der Seite. Es wird eine Motorbootfahrt durch die Nacht mit einem MEGA-Gewitter, die Entladungen, zum Glück zwischen den Wolken, sind unablässig zu sehen, die Nacht ist wie durch ein Dauer-Feuerwerk ständig erleuchtet! Dies geht über mehrere Stunden so. Wir sind bedient und auch am Morgen ist kein Wind in Sicht. Wir laufen Ocean City an und warten auf den Schiebewind, der 3 Tage später kommen soll. Dank der WEATHERBUG App werden wir vom AT&T-Internet bis 12 Seemeilen vor der Küste vor nahenden Blitzen gewarnt. Ausweichen ist aber in der Regel kaum möglich, dazu sind wir einfach zu langsam. Meist ziehen die Gewitterfronten in Zugrichtung gesehen nach rechts, also in unserem Fall auf den Atlantik hinaus, bevor sie sich direkt über uns entladen können

Ocean City bietet ein einfaches Inlet, womit die Einfahrt an der Küste gemeint ist. Dahinter gibt es allerdings sehr viel Schiffsverkehr, da Ocean City ein typischer US-amerikanischer Ferienort ist. Besonders am Sonntag ist der Strand von Assateague Island, vor dem wir ankern, belagert von mehr als hundert Booten
Picknick am Strand, Jetskies, die umherdüsen, Ausflugsboote ...
... Angelboote, die vorbeidriften ...
... und das Piratenschiff, das mehrmals am Tag mit maximaler Fahrt an uns vorbeidüst
Die "Waterfront" in zweiter Reihe, heißt, hinter der vorgelagerten Insel 😉

Der Beachwalk nach Norden, dieser in erster Reihe zum Atlantik ...
... und nach Süden, auch in "erster Reihe"
Ja, es soll hier auch Wale vor der Küste geben, außerdem gilt Ocean City auch als "White-Marlin"-Angelspot
Die Urlauber-Massen wollen unterhalten werden
In Amerika ist alles BIG
Tj,a uns fehlen die Worte
Um den Kindern Abwechslung vom Strandleben zu bieten, sind nebenbei noch Fahrgeschäfte und Karussels in der Menge eines riesigen Jahrmarktes aufgebaut
Fotos der Familie "wie in alten Zeiten" sind sehr beliebt
Zunächst werden alle in entsprechende Kleidung gesteckt und mit Waffen versehen
Dann wird positioniert und Klick gemacht, ja die "guten" alten Zeiten, die wollen wir wieder haben, und sei es nur auf einem Foto

Mittwoch, 20. Juni 2018

Hampton, Virginia

Ohne den Tipp von www.sy-worlddancer2-hamburg.com wären wir vermutlich nicht nach Hampton gefahren. Nun kommen wir in den Genuss dieses kleinen, aber feinen Ortes. Vor der Brücke neben der Universität liegt der Ankerplatz, leider zwischen einigen "Fisch/Crab-Pots". In einer starken Bö am Abend, als wieder ein paar Squalls über uns hinwegfegen kommen wir einer ihrer Bojen mit unserem Heck gefährlich nahe. Der Skipper schnappt sich die Boje, holt den Käfig an die Oberfläche, sagt den Krabben darin kurz Hallo, und wirft das Ganze 3 Meter weiter ins Wasser
In der Bildmitte das sechseckige Marinagebäude, wir werden sehr freundlich empfangen, kurz eingewiesen, alles ist kostenlos. Wir erfahren, dass im Oktober/November hier Hochsaison ist, wenn die "Snow Geese" (Schiffe von Pensionären, die den Sommer im Norden der USA und den Winter auf den Bahamas/Karibik verbringen) wieder gen Süden streben. Das geflügelte Gebäude links im Bild ist das Virginia Air & Space Center
Auf der anderen Seite die Mensa der Universität, ein wahrhaft schickes Gebäude. Wir fühlen uns beobachtet, es scheinen aber Ferien zu sein, keine Studenten sitzen draußen, und auch, wenn das Gebäude abends hell erleuchtet ist, ist der Andrang gering

Große Auswahl an frisch Gebrautem, selbst Kölsch gibt es hier!
Von hier können wir die MAGIC CLOUD sehen, Internet nutzen und am Freitag spielt Live Musik. Die verpassen wir leider, die Windvorhersage zwingt uns am Freitag morgen zum Aufbruch

Hampton ist ein netter kleiner Ort, neben einigen kleineren Mussen macht das NASA/Raketen-Museum im Virginia Air & Space Center den Stopp lohnenswert. Supermärkte sind wie überall etwas weiter entfernt. Mit dem Dinghi fährt man in Richtung des FOOD LION-Supermarkes, was den Fußweg sehr verkürzt  (Anlegen in der Marina am Ende des Seitenkanals ist kein Problem), oder nimmt ein Taxi/Uber zum weiter entfernten Walmart
Die im Film "Hidden Figures" dargestellte Geschichte dreier hochintelligenter schwarzer Amerikanerinnen anfang der 1960er Jahre bei der NASA hat sich bei NASA Langley im Norden von Hampton abgespielt. Alle drei Frauen lebten in Hampton. Unsere Meinung zum Film: sehr sehenswert!

Montag, 18. Juni 2018

Virginia Beach, Rubee Inlet




Wir laufen am Sonntag früh aus Beaufort, North Carolina, aus und motoren mit ablaufendem Wasser um das Cape Lookout herum. Der Wind treibt uns in Richtung Cape Hatteras, welches wir um 22:00 Uhr runden. Danach geht es flott weiter durch die Nacht, doch am Montag morgen ist Schluss mit dem Wind. Wir motoren die letzten 60 Seemeilen bis Virginia Beach im Rubee Inlet. Mit auflaufendem Wasser soll es tags darauf in die Chesapaeake Bay nach Hampton, Virginia, gehen
Nur wenige Boote haben in der von Villen umgebenen Bucht Platz. Ein edler Ort
Neben uns ankert die KAI aus den US-Virgin Islands, die uns den Tipp mit diesem Inlet als Zwischenstopp gab. Nach 19 Uhr stellen dann endlich auch die über uns hinweg jagenden Düsenjäger ihren Dienst ein, Norfolk mit der großen Navy-Basis liegt gleich nebenan ...

Am Morgen motoren wir an der Skyline von Virginia Beach entlang


Wie in jedem Ort darf auch dier das Piratenschiff nicht fehlen



Wir runden das Cap Henry und fahren in die Chesapeake Bay ein

Mittwoch, 13. Juni 2018

Big Rock Tournament in Morehead City, North Carolina

Na, das passt doch. Unser unfreiwilliger Stopp in Morehead City ermöglicht uns, an dem "Super Bowl" des Hochseeangelns teilzunehmen. Womit sich auch die vielen Hochseeangelboote während unserer gestrigen Einfahrt erklären. Der BIG ROCK sammelt Geld bei den Teilnehmern und Sponsoren und unterstützt damit lokale soziale Projekte. Typisch amerikanisch, alle sind glücklich mit der eigentlich nur für harte Männer gedachten Veranstaltung. Doch auch Frauen gewinnen, wie mir Cathy vom Hot Dog Stand der Salvation Armee (2 US$, miserabler geht es nicht) erzählt. Ja, da wäre diese Frau, die hat 65.000 Dollar gewonnen, mit einem gefangenen Mahi Mahi. In Amerika kann jeder und jede gewinnen
Wir ankern als einziges Schiff vor Sugar Loaf Island
Hinter dem Inselchen Schiffe im Fahrwasser, die ich hier eigentlich nicht erwartet hätte
Ein gute alte Snowgoose
Die Gasflasche lässt auf Bewohnung schliessen, das Cockpit eher nicht
Offensichtlich wurde das Heim an Land geräumt, die Hollywood Schaukel  musste natürlich mit
Zunächst mache ich mir keine Gedanken, warum es unter dem Schriftzug so braun ist ...
Der Ort gehört der Hochseeangelei, Cape Hatteras und der Golfstrom liegen vor der Haustür und hier leben die ganz großen Marlins (über 500 lbs)
Eine neue Art von Muscheln - oder sind es Schnecken? - präsentiert sich, Conchs sind es aber nicht, oder???
Musik gehört in den USA dazu
Kaum war ich ein Jahr alt, ging es in Morehead los
Wer die Fotos der Fische sehen möchte, lädt sich die App "BIG ROCK" herunter - und schon nimmst du per Foto und Film am Wettkampf teil!
Ein Denkmal darf nicht fehlen
Live wird angezeigt, wer welchen Fisch gelandet hat, ich freue mich schon auf die Fotos
Noch nix los an der Wiegestation
Wo viele Leute auftauchen ist der Vertrieb ungewöhnlicher Fahrzeuge nicht mehr weit
In North Carolina macht der SHERD durchaus Sinn, da sich einem ständig ein Wasser in den Weg stellt, bzw. flie?t
Kommen wir nun zu Morehead City, welches mich an den Film "Zurück in die Zukunft" erinnert
Praktisch, aber nicht mein Stil
Laufen und Beer trinken, nun ist es offiziell, Und das in den USA???
So es geht los, die Massen sind da, wo bleibt der Fisch
Ausgebucht mit Gästen
Vermutlich Maschinenschaden
Hier wird mit dem Fisch gekämpft
Wenn eine Filmkamera arbeitet, darf die National-Flagge im Hintergrund nicht fehlen.Noch immer kein Fisch
Und die Frau mit Kind kommt auch noch vorbei, fürs Foto, es ist alles so, wie wir es uns vorgestellt haben. Dann kündigt ein Mensch in Uniform noch den "Sound of Freedom" an. Ich vermute, es wird ein Lied oder eine Hymne gespielt. Doch ich irre, es sind zwei Kampfjets, die knapp über unsere Köpfe dahindonnern, der Geehrte muss etwas mit der Armee zu tun gehabt haben. Es ist wirklich genau wie in den Filmen, die uns unser Bild von Amerika vermittelten
Stolz wird das Handwerkszeug präsentiert
Ach, und da ist ja auch ein Fisch, ein Mahi-Mahi oder Dolphin Fish, ca. 46 amerikanische Pfund, etwa 20 kg. Keine Marlins an diesem Tag, ich verweise daher auf die APP
Köder ab? Kein Problem, hier hängen die Topköder
Für die Großen
Als ich zurückfahre, erklärt sich mir der braune Streifen (s.o.)
Gute alte Snowgoose (wurde einst in England gebaut), quo vadis?