Sonntag, 18. Februar 2018

Wieder in Deshaies auf Guadeloupe

Zurück in Guadeloupe haben wir Dank unserer ORANGE-Daten-SIM-Karte wieder gutes Internet. Bilder folgen, hier eine kleiner Überblick über den Törn mit Frank und Marlis:


Dienstag, 13. Februar 2018

Antigua, English Harbour, Nelson's Dockyard

Wir sind auf Antigua in English Harbour gelandet. Auf dem berühmten Nelson's Dockyard haben wir hinter den Säulen im malerischen Admiral's Inn unseren ersten Rumpunsch zu uns genommen. - Leider haben wir keinen guten Zugang zum Internet, weitere Fotos folgen deshalb später. Nachdem wir im innersten hinteren Teil der Bucht eine Nacht geankert hatten und dort von 23-3 h mit ohrenbetäubend lauter Partymusik beschallt wurden, fuhren wir am folgenden Tag an den Galleon Beach, wo wir dann allerdings in der Nacht wilde Kreise fuhren: Der Wind weht derzeit mit bis zu 35 Knoten (66 km/h). Heute liegen wir in der Carlisle-Bay, der Wind soll abnehmen.

Montag, 5. Februar 2018

Leewards bis auf Weiteres

Für die nächsten 2 Wochen segeln wir zwischen Guadeloupe, Iles des Saintes, Marie Galante, Montserrat und Antigua. Frank und Marlis wollen die Karibik kennenlernen. Ab Samstag ist erheblich mehr Wind aus Nordost vorhergesagt, mal sehen, wie wir das für Crew und Schiff unfallfrei hinbekommen


Dienstag, 30. Januar 2018

Tour über die Insel und zu den Kalinagos

Aus uns unbekannten Gründen hat Marocco als Freund von Dominica beschlossen, eine Hotelanlage an der Prince Rupert Bay zu bauen
Der Rohbau war fertig, das Dach gedeckt, der Spruch vom Richtfest noch nicht ganz verklungen, als MARIA sich mit der Bauqualität auseinandersetzte
Nun steht der Keller voll Wasser, das Dach liegt zerknüllt am Strand, und ein junger Maroccaner schaut verwirrt aus dem Rohbau. Wir fragen auf Englisch, ob er das Gebäude bewachen würde. Je ne compris anglais, s'il vous plait parler francais?, oder so ähnlich schallt es zurück
Wir wandern zwischen den Regenschauern weiter. Vom Hügel mit dem (renovierten) englischen Fort ergibt sich eine wunderschöne Sicht über die Bucht
Mit EDISON Tours und Guide Paul geht es auf eine halbtägige Minibusreise in das Kalinago Reservat. Die Kalinago auf Dominica sind eine der wenigen überlenden karibischen Ureinwohner, die z.T. auch "Kariben" genannt werden. Sie leben hier auf Land, das ihnen gehört und das sie selbst verwalten. Es geht vorbei an den gerupften Palmenwäldern.
Im Mai 2017 erstrahlte Dominica im grünen Pelz ...
... und so sieht es heute, 4 Monate nach MARIA, aus
An die Ostküste prallte die volle Kraft des Hurrikans, das hat so manches Haus einfach weggeblasen
Dies ist ein typisches Haus der Kalinagos. Wir haben leider vergessen zu fragen, ob es MARIA überstanden hat, oder ob es schon wieder aufgebaut worden ist. Die Kalinago, ehemals aus Südamerika und Nordamerika eingewanderte Urstämme, wurden nach erbitterten Kämpfen mit den europäischen Eroberern nahezu ausgerottet. Anfang des 20. Jh. erhielten sie dann hier auf der Insel eigenes Land
Auch in ihrem Freilichtmuseum gibt es erhebliche Schäden
Die Kirche der Kalinagos ist unversehrt, obwohl an der Ostküste gelegen. die Konstruktion und Ausführung vor allem des tief nach unten gezogenen Daches überzeugen
Darstellung der Geschichte der Kalinagos in einem Bild in der Kirche
Wir machen die Bekanntschaft mit einem ehemaligen Führer der Kalinago-Gemeinde (Mitte). Er stellt Kalabasch-Gefäße mit traditionellen oder auch anderen Motiven her. Wir geraten in Kauflaune und werden fündig. Kalabsch sind Baumfrüchte, es gibt sie rund ode tropfenförmig und in den verschiedensten Größen, Man kann die Frucht nicht essen, aber aus ihrer Schale Behältnisse, Schmuck oder Besteck herstellen, die dann meist kunstvoll graviert werden

Montag, 29. Januar 2018

Dominica und der Indian River, 4 Monate nach Wirbelsturm MARIA

Wie von einem riesigen Staubsauger ist Dominica abgesaugt worden und sieht aus wie "ein gerupftes Huhn". Dank des Regens wächst aber überall bereits wieder das Grün, Bäume haben erste Blätter, Gras, Nutzpflanzen und Blumen bahnen sich ihren Weg an die Luft. Doch bis wieder flächendeckende Blätterdächer gebildet sind oder die verbliebenen Palmen wieder stattliche Wedel tragen, wird es noch 3-4 Jahre dauern
Sturmschäden sind meist abgedeckte Dächer oder Holzhütten, die vollständig vernichtet wurden. Steinhäuser mit einer Betonplatte als Dach sind meist unversehrt

Die oberirdisch verlegte Elektrizität ist in Portsmouth zu 60% wieder hergestellt. Telefon funktioniert, doch Internet ist nur sporadisch vorhanden
Wir unternehmen eine Tour in den Indian River
So sah es dort im Mai 2017 aus ...
... und so heute, im Janaur 2018, nach MARIA

Mai 2017

Januar 2018. Die PAYS-Leute (PAYS=Portsmouth Association for Yachting Services and Security) haben, als die Menschen auf der Insel wieder versorgt waren, zuerst den Indian River, ein Naturschutzgebiet, befahrbar gemacht. Wie fast alle Straßen war er mehr oder weniger verschüttet
Der Hurrikan fegte mit der Stärke 5 (bis 280 km/H) von 21:00 bis 04:00 morgens über die Insel. Diese Nachtsause war ein Glück, denn so waren die Menschen in ihrem Zuhause und wurden nicht auf entfernten Arbeitsorten oder unterwegs auf den Straßen überrascht

Mai 2017, vor MARIA

Januar 2018
Auch die Bush Bar ist wieder aufgebaut, wobei der mächtige Tresen den Hurrikan ohne Macken überlebt hat. Ebenso die nette immer lustige Barfrau

Die liebe nette Barfrau und Jerome von PAYS, unser Führer, mit den Crews der MOJITO und der MAGIC CLOUD. Der "Dynamite"-Rumcocktail ist immer noch so lecker wie 2017!
Die Tiere kehren zurück


Am Sonntag Abend veranstaltet PAYS das erste Barbeque seit Maria, und wir sind dabei! Was für ein tolles Ereignis. Mehr als 50 Seglerinnen und Segler erfreuen sich am All-You-Can-Eat Event

Rumpunsch satt
Mehr als 30 Yachten liegen Ende Januar bereits wieder in der Prince Rupert Bay.
Wir sind froh, dass wir die Fahrt hierher gewagt haben: froh, weil den Menschen, die wir im Mai kennen gelernt hatten,  nichts passiert ist; froh, weil wir wieder die besondere Freundlichkeit und Offenheit der Menschen auf Dominika erleben durften; froh, dass die Insel sich langsam wieder erholt und nicht mehr wie bei uns im Winter braun, sondern wieder grün ist. Wir sind beeindruckt davon, was alles schon wieder repariert und in Ordnung gebracht wurde, es ist zwar noch immer viel zu tun, und in den entfernteren Orten gibt es z.B. noch immer keinen Strom, aber ... die Menschen lassen sich nicht unterkriegen, sie sind nicht niedergeschlagen und jammern nicht, nein, sie sagen "Wir schaffen das!" - und dabei vergessen sie nicht, das Leben zu genießen! Diese Einstellung hat auch wunderbar der "Maria Calypso" zum Ausdruck gebracht, ein Lied auf Dominica und seine Menschen nach "dem bösen Mädchen Maria", das während des Barbeques gespielt wurde und bei dem die Einheimischen alle inbrünstig mitsangen. Das war ein besonders Erlebnis!

Freitag, 26. Januar 2018

Der Zoo de Martinique in der Nähe von St. Pierre


Wir haben so viel gutes über den Zoo von Martinique gehört, dass wir ihn uns nicht entgehen lassen wollten, bevor wir die Insel verlassen. Wie auf dem Foto zu lesen ist, ist er auf dem ältesten Plantagenanwesen Martiniques untergebracht. Der Besuch ist sehr empfehlenswert, man spaziert zwischen Ruinen, einem Bach mit Wasserfällen und Überresten der Rumproduktion durch einen schön angelegten Garten, kann die verschiedensten Tiere beobachten und in die Geschichte eintauchen
 


Ein "Black Capped Squirrel Cappuchin", ein Kapuzineräffchen, dessen deutscher Name nicht so nett klingt: Bolivianischer Totenkopfaffe
Eine von mehreren Schildkröten-Arten, leider haben wir uns nicht alle Namen gemerkt. Macht nichts, sie sind immer wieder faszinierend - und die meisten sind groooß
Diese Gesellen flitzen in allen Größen und Farbschattierungen hier herum

Wir mussten ein bisschen warten, bis wir den "Emporer Tamarin" sehen konnten, er scheint scheu zu sein. Der beeindruckende Schnurrbart führte zu seinem Namen, Kaiserschnurrbart-Tamarin - nach dem seh ähnlichen des deutschen Kaisers Wilhelm II nämlich! Mit 23-26 cm ist das Tier nicht sehr groß, dafür hat es neben dem tollen Bart einen sehr langen Schwanz: 35-42 cm
Sieht aus als wenn die beim ... Fernsehen ...


Ist doch gut zu erkennen, warum diese Affen "Rotgesichtige Spinnenaffen" heißen, oder?

Jo sucht den Knopf zum Einschalten

Eine Jaguarfamilie lebt im Zoo, mit einjähriger Tochter, zu gern hätten wie diese gesehen. Leider ist nur die Mama zuhause, Puma-Dame Faya. Der Papa ist gelb-gefleckt, Ulysses mit Namen, Töchterchen Naya ist schwarz wie die Mama - das sehen wir uns dann hinterher im WWW an

Wir hätten es eigentlich lieber, wenn die Tiere nicht in einen Zoo gesperrt werden müssten und statt dessen freiwillig auf uns zukommen würden, wie die Kapuzineraffen auf den Iles des Saintes. Dieser Haubenkapuziner ist zwar neugierig, wirkt aber auch ein bisschen traurig
Noch so eine ...
Ein roter Ibis
Rosarot, wohin wir seh'n: Ibisse und Flamingos friedlich vereint
Mr. Caiman tut ja so, als könne er kein Wässerchen trüben ... sein Genosse lauert schon ebendort, im Wasser
Rotohr-Schildkröten - manchmal ist die Namensgebung sehr einfach
Diese zwei haben ALLES immer nur gemeinsam gemacht!
Alles so schön bunt hier
So einen hatten wir schon im Zoo in Französisch-Guyana gesehen, kannten wir bis dahin auch nicht, den Capybara (Familie der Nagetiere, Pflanzenfresser, bis zu 35 kg schwer)
Hmmm, Futter, Futter, und ein aufmerksamer Blick in die Runde, denn ...
... die Konkurrenz schläft nicht und wartet nur auf eine Chance!
Huh, und am Ende noch einer der legendär-berüchtigten Piraten der Karibik!