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Dienstag, 20. November 2018

Wieder in West Palm Beach, Florida

Seit gestern ist es wieder sehr heiß, wir haben 30° C im Salon! Wir befinden uns im Süden von Florida, wohin es die älteren wohlhabenderen Menschen in den USA zieht, zumindest für den Winter.
Je näher wir West Palm Beach kommen, desto größer und prächtiger werden die Villen, die die Ufer des ICW säumen. Das kennen wir ja auch schon.

Am frühen Nachmittag fällt unser Anker wieder hinter der Flagler Memorial Bridge vor Downtown West Palm Beach.
Ein Stück hinter der nächsten Brücke, der Royal Park Bridge, hat Mr. President sein Wochenend-Ferien-Anwesen Mar-a-Lago. Rundum, auch auf dem ICW, ist alles gesperrt, denn der Herr will hier den Thanksgiving-Tag feiern.
Dauernd fährt die Coast Guard an uns vorbei - also werden wir hier sehr sicher liegen in den nächsten Tagen! 😏

Heute läuft unser Allround-WWW-Zugang ab, am Samstag brechen wir auf in die Bahamas, es wird ein paar Tage dauern, ehe wir unseren Blog weiter bearbeiten können.


Immer wieder hübsche Aussichten
Kurz vor West Palm Beach, hier ist es eindeutig belebter als weiter im Norden
Die SILVER CLOUD - eine große Schwester unserer MAGIC CLOUD?

Freitag, 16. November 2018

Der frühe Vogel ...

... fängt nicht nur den Wurm, sondern kann auch Zeuge schöner Naturschauspiele werden, selbst bei bedecktem Himmel.
Der Wind aus Nord genügt nicht für's Segeln, also machen wir uns wieder auf in die Flüsse und Kanäle des ICW, des Intracoastal Waterway.

An diesem Morgen ist es sooo kalt, der Nebel steigt auf, eine teilweise gespenstige Fahrt beginnt
Wracks tauchen schemenhaft aus dem Wasserdampfgewabber auf
Hier wird Jo kurzzeitig schwach, das wäre ein schöner Segler
Tonnen, Crabpots, Untiefen, Nebelschwaden erfordern höchste Konzentration am Steuer
Doch der Nebel währt nicht ewig. Die Memorial Highway Bridge in der Nähe von Daytona musste früher für große oder hohe Schiffe geöffnet werden
Offensichtlich gibt es demnächst eine neue, höhere Brücke

Dienstag, 6. November 2018

Auf dem South River bis Beaufort, North Carolina

Nach der Wilkersen Highway Bridge wird die Landschaft etwas eintöniger, es gibt keine so vielfältige Natur mehr wie bisher. Statt dessen fallen uns immer wieder die Wohnanlagen an den Ufern auf.

Palmen in North Carolina - das haben wir bisher noch nicht gesehen!
Hier ist es ja schon fast etwas eng bebaut ...
... aber schön
Etwas weiter, auf der gegenüberliegenden Seite wohnt eine andere Klientel ...
Achtung, Saugbagger von vorne
Alles gut gegangen, da zieht er hin

Sonntag, 4. November 2018

Wir ziehen weiter!

Der Dismal Swamp führt, wie früher erwähnt, bis Elizabeth City, ein Eldorado für Segler und Motorbootfahrer auf dem Weg in den Süden oder zurück nach Norden, so steht es in jedem Führer: Begrüßungsrose für die Damen und Grillparty auf einer Brücke mit kostenlosen Getränken für alle.
Offensichtlich ist die Saison aber vorbei, uns begrüßt niemand. Der Ort spricht uns nicht an und viele Geschäfte und Lokale sind für den Winter schon geschlossen worden.
Immerhin finden wir ein sehr gutes Lokal, wo wir köstlich essen, der Cypruss Creek Grill. Wirklich empfehlenswert!

Ein letztes Bild vom Dismal Swamp Canal
Ein halber Tag in Elizabeth City, North Carolina, genügt uns, im Morgengrauen legen wir ab

Inzwischen im Alligator River, die SNOWCAT II immer noch in unserer Nähe, dahinter die BALI
Und immer wieder mal, wie an die Ufer getupft, große Villen mit Seeblick und Bootsanleger - der auch mal für eine klene Auszeit auf dem Wasser genutzt zu werden scheint
Der Fluss ist mal eng, mal weit, oder führt durch eine Bucht, in der sogar gesegelt werden kann. Die Segelschiffe sind den Motorbootfahrern in der Regel zu langsam, dann donnern sie heran, um zu überholen
Ein Schubverband - alle Schiffe müssen nach außerhalb des Fahrwassers ausweichen, um ihn vorbeifahren zu lassen
Hundeausbildung fürs Apportieren aus dem Wasser. Hier scheint noch immer Entenjagd ein großes Thema zu sein - Angelika erinnert sich an James Micheners Beschreibungen derselben im Roman "Chesapeake"
Die Wilkerson Highway Bridge mit nur (!) 64 Fuß Durchfahrthöhe. Für Segelboote entscheidet sich die Frage, ob sie auf dem ICW fahren können oder ob sie an der Küste entlang segeln können, immer an der Höhe des Mastes. Die Durchfahrthöhe der festen ICW-Brücken beträgt immer 65 Fuß, bis auf diese hier, die am Ende des Alligator River-Pungo River-Canals steht. Unser Mast ist 63,5 Fuß hoch, ebenso wie der der SNOWCAT II und der des Einrümpfers GRAY GHOST vorn vor der Brücke, die BALI ist 63 Fuß hoch. Alle sind gespannt: passt es oder passt es nicht? Die SNOWCAT II und wir warten ab
Juhu! Die GRAY GHOST hat es geschafft, die BALI ebenfalls und mit reichlich Freiraum. SNOWCAT II und wir nehmen Fahrt auf. Jo: If you can make it here, you make it anywhere - it's up to you, go  I-C-W! (Frei nach Frank Sinatras "New York, New York)

Donnerstag, 1. November 2018

Der Dismal Swamp State Park

Der Kanal ist recht schmal, die Anlegestellen unterwegs sind für uns und unsere MAGIC CLOUD leider nicht geeignet, so fahren wir bis zum Dismal Swamp Visitors' Center, das nicht nur den Eingang zum Dismal Swamp State Park darstellt, sondern leider auch eine Raststelle auf dem US Highway 17 ... Immerhin ist sie schön angelegt mit sehr nettem Personal.

Natürlich wollen wir unsere Seglerbeine im Park vertreten, dass es am Ende 17 km werden würden, hätten wir vorher nicht gedacht. Wir haben uns einfach mit der Länge der ausgesuchten Wanderwege verschätzt ... 

Blick zurück auf den Anleger. Die MAGIC CLOUD liegt hinter der SNOWCAT II
Hier ist der Indian Summer noch nicht eingezogen, ...
... obwohl wir zahlreiche gelbe und rote Ahornblätter auf dem Boden finden. Und eine große tote Spinne. Stillleben made by Jo
Im Park soll man viele Tiere sehen können: Schwarzbären, Füchse, Otter, Wiesel, Hirsche und Rehe, zahlreiche Vogelarten und Schlangen. Doch dazu muss mensch 1. früher aufstehen und 2. noch viel weiter nach Westen in den Park hinein. In der Ferne sehen wir immerhin zwei Rehe, die Aufnahme ist mit dem Teleobjektiv gemacht
Eine private Schnapsbrennerei im Swamp ...
... die nur nachts betrieben wurde und dem Whiskey/Schnaps den Namen verlieh: Moonshine
In natura haben wir nur eine Bärenfährte gesehen, diese ausgestopften Schwarzbären konnten wir dann im State Park Visitors' Center bewundern, die Tiere sollen auf natürliche Weise gestorben sein
Und hier all die anderen Tiere, die wir auch nicht gesehen haben und im Visitors' Center ausgestellt sind


Mittwoch, 31. Oktober 2018

Im Dismal Swamp Canal

1728 von einem Colonel William Byrd  untersucht, bekam diese sumpfartige Landschaft ihren Namen, der Dismal Swamp. 1763 bereiste George Washington den Dismal Swamp und regte an, einen Kanal zu bauen, um Norfolk, Virginia, und Elizabeth City, North Carolina, zu verbinden und Handelsgüter schneller hin und her transportieren zu können. Somit war die Idee für den ältesten Kanal der USA geboren, den Dismal Swamp Canal, der nach 12jähriger Bauzeit 1805 eröffnet wurde. Leider konnte er die Erwartungen an den Handelsgütertransport nicht erfüllen, da er sehr flach und damit nur für sehr flache Boote oder Flöße geeignet war, so dass seine wirtschaftliche Bedeutung rasch nachließ.
Das Graben des Kanals war Handarbeit und wurde von Sklaven ausgeführt, die deshalb den Dismal Swamp sehr genau kennenlernten. Später wurde er dann ein sicheres Refugium für geflohene Sklaven.
Landschaftlich ist es hier wunderschön, wir waren begeistert!
Was uns anfangs nicht erfreute, war das dunkelbraune Wasser des Kanals. Diese Farbe entsteht durch die Gerbsäure der rundum wachsenden Zypressen, Wacholder- und Eukalyptusbäume und sorgt dafür, dass das Wasser bakterienfrei ist. Die Seeleute früherer Jahrhunderte nahmen dieses Wasser gern als Trinkwasser mit, da es auf wochenlanger Fahrt nicht verdarb, und man sagt ihm sogar Heilkräfte nach.
Wir haben es allerdings nicht gewagt, es zu trinken. 😉

Am Free Dock der Deep Creek Schleuse - ein wunderschöner ruhiger Platz zum Verweilen
Unterwegs
Der Indian Summer setzt ein - 14 Tage später als üblich

Die Deep Creek Brücke wird ebenfalls von Robert bedient und öffnet sich für uns und 6 weitere Schiffe, nachdem diese die Schleuse eine halbe Stunde zuvor verlassen haben
Märchenhafte Natur, schade dass unsere Motoren laufen müssen und Krach machen



Montag, 29. Oktober 2018

Norfolk, Good-Bye, and Welcome, Dismal Swamp

Jo holt unsere neue EPIRB von der Firma VIKING ab und muss dafür mit der Fähre nach Norfolk übersetzen und sich dann mit dem Rad jeweils mehr als 6 Kilometer bis zur Niederlassung in einem Industriegebiet gegen Wind und Verkehr durchkämpfen.

Danach gibt es kein Halten mehr, wir verlassen unser Freedock vor der High Street von Portsmouth und gelangen nach 8,51 sm, etlichen Brücken und einer Schleuse gleich am nächsten Freedock an. Endlich umgibt uns wieder naturbelassene Ruhe. Der Indian Summer kündigt sich an und die Stimmung an diesem stillen Wasser ist fast mystisch.

Eine Eisenbahnbrücke, die meist oben ist und daher eineHöhe von 65ft hat, was für unsere Masthöhe von 63,5 ft kein Problem darstellt
Hier muss die Hubbrücke angehoben und damit der Verkehr auf einem Haupt-Highway gestoppt werden. Die dahinter liegende Eisenbrücke ist ebenfalls meist offen - anscheinend verkehren nicht mehr so viele Eisenbahnen wie zur Zeit des Brückenbaus?
Danach biegen wir rechts ab in den Dismal Swamp Kanal. "Dismal Swamp" heißt nicht "Schlechter Sumpf"! "Dismal" ist einfach ein Ausdruck, der benutzt wird, um  eine sumpfige Landschaft zu bezeichnen
Oh, ist es plötzlich schön und ruhig nach der Werftstadt Norfolk!
Nice Houses säumen die Ufer, natürlich alle mit größeren und kleineren Bootsstegen
Schwupp, sind wir in der Deep-Creek-Schleuse
Ruhe umgibt uns, Entengrütze treibt träge mit der Strömung
Die Tore schließen sich, und aufwärst gehts, ca. 2 Meter
In Pittburgh gab es wieder eine Schießerei, das Land lebt im "Halbmast"
So, oben sind wir
Hinter der Schleuse verholen wir an den Freedock und bleiben zwei Nächte
Frisch poliert und schon wird es wieder dreckig
Der Indian Summer setzt ein
Ein Einzelfall, es ist sehr sauber, das braune Wasser ...
Wunderschöne Landschaft - im stillen Wasser genießen wir die Spiegelungen