Montag, 22. Januar 2018

Nähstunde(n) oder: Aus alt mach neu

Wie wir schon berichteten, haben wir im Dezember das hier abgebildete ZODIAC-Dinghi mit Luftboden gegen einen RIB 3D Tender mit Aluboden ersetzt, der etwas kleinere Maße hat. Also musste die Abdeckung angepasst werden, denn Abdeckung muss sein, die Sonne unerbittlich zerstörerisch ist
Die Abdeckung besteht aus 3 Teilen, hier hat Angelika eine der hinteren Schlauchabdeckungen in Arbeit, ...
... beim zweiten hinteren Teil sieht es dann natürlich genauso, nur seitenverkehrt aus

Nr. 3, die Frontabdeckung
Hier ist gut zu sehen, welche Stoffmassen zwischen Nähfuß und Maschinenkörper hindurch gedrückt und geschoben werden mussten, und das bei nahezu jeder Naht und natürlich bei allen drei Teilen ...

Ein Beispiel: zwei Aussparungen wurden geschlossen, zwei neue geschaffen, außerdem gibt es eine Klappe ...
... unter der sich der Name des Schiffes verbirgt. Eigentlich mögen wir es gar nicht mehr so gern, dass der Schiffsname am Dinghi steht, dann sehen ja alle am Steg gleich, welches Schiff grad verlassen vor Anker liegt, aber in den US Virgin Islands, San Marten u.a. ist es Vorschrift, dass das Dinghi den Namen des "Mutterschiffes" trägt
Aussparung für einen Griff
Nach 18 Stunden, 7 geschlossenen und 9 neuen Aussparungen, 8 neuen Riegeln, um Nähte an heiklen Stellen vor dem Aufreißen zu schützen, nach 4 neuen Versäumungen, dem Annähen eines Schildes und einer Klappe nun hier das Ergebnis:  kann sich doch sehen lassen, finden wir!

Donnerstag, 11. Januar 2018

Martinique - Westküste und Rum


Wir haben Besuch und segeln entlang der Westküste Martiniques, dabei sehen wir Unbekanntes und Bekanntes, wie hier den "HMS Diamond Rock", wie er bei den Engländern heißt. Er ist 175 m hoch und misst 290 mal 324 m und ist bei der Royal Navy als Sloop unter eben diesem Namen registriert

Mit Teleobjektiv sind gut die vielen Einschusslöcher der Kanonen beim Streit der Engländer und Franzosen um die Vorherrschaft auf Martinique zu sehen. Zur Erinnerung: die Eroberung dieses Felsens durch die Engländer 1804 währte allerdings nur 17 Monate

Eins der häufigsten Motive auf martiniquesischen Postkarten, die Kirche Saint-Henri von Les Anses d'Arlet. Hier waren wir bisher noch nicht, der Ort liegt, wie man sieht, direkt am Strand, ist klein und sehr hübsch mit seinen kreolischen Gebäuden

Hier nehmen wir teil an einem Karnevalsumzug, die gesamte Dorfbevölkerung ist auf den Beinen! 6 Karnevalsgruppen mit Tänzerinnen und zahlreichen Trommlern ziehen drei- bis viermal durch das Dorf. Alle haben gute Laune und wippen oder tanzen zur Musik mit, die Tänzerinnen geben ihr Bestes, die Kostüme sind nicht so sexy wie in Rio de Janeiro, aber mit wenigen Mitteln sehr phantasievoll gestaltet - und wir bewundern die unermüdliche Energie der Tänzerinnen und Trommler! Leider sind die Nachtfotos alle verwackelt, so bleibt dies der einzige Eindruck, den wir liefern können 😏

Ein Weihnachtsbaum, der aus dem Rahmen fällt ...Der Weihnachtsschmuck bleibt überall stehen und hängen, auch über den 6. Januar hinaus. Auch auf Martinique huldigt man der nördlich beeinflussten Weihnachtstradition: Tannenbäume, Weihnachtsmänner im Pelz und Schnee(imitat) gehören dazu

Bei einem Landausflug stoßen wir zufällig auf eine Rumdestillerie, die wir noch nicht kennen: Habitation St. Etienne, H.S.E., in der Nähe von St. Joseph


Verkostung muss sein - und der freundliche Herr hinter der Theke freut sich, dass er mal wieder deutsch sprechen kann!
Juhu, juhu, wir sehen den Montagne Pelée auch einmal in seiner ganzen Schönheit, ohne die Wolkenmütze - wenigstens kurz!
Schon mehrfach ist uns dieses wohl hässlichste "Segel"schiff der Welt begegnet, die Wind Surf, die Masten sind alle gleich hoch und sicher werden zur Freude der Passagiere auch Segel gesetzt, aber ...
Und dieses echte Segelschiff, ein Racer, hat während der ARC leider seinen Mast verloren, da wirkt der Name fast wie ein Omen " SAIL OHNE"

Hey, und seid wir die Rumdestillerie J.M. in Macabou im Norden Martiniques besucht haben, wissen wir, wie wichtig Zuckerrohr für unser Klima ist! Ein echter CO2 Killer
Und obwohl keine Regenzeit ist, gießt es ungefähr einmal täglich 5-15 Minuten lang. Heute macht uns das gar nichts aus, wir  sind bei J. M. und verkosten Rum
Dieser war allerdings nicht zu probieren ... Entschuldigt das etwas unscharfe Foto, es gibt nur dieses eine und wir wollten Euch unbedingt zeigen, dass Rum nicht gleich Rum ist und dass es da auch wahre Schätzchen gibt