Samstag, 13. Mai 2017

Besichtigungstour auf Martinique

Postkartenmotiv: Blick auf "Le Diamand" vom Strand des gleichnamigen Ortes aus
Aimé Césaire, 1913-2008, ein wichtiger Mann Martiniques: Schriftsteller, Dichter und Politiker, in den 1950er Jahren eine der wichtigsten Personen der "Negritude-Bewegung", die für die Entwicklung einer neuen (Selbst-)Wahrnehmung der farbigen Bevölkerung Martiniques (und der karibischen Inseln) sorgte, für die Besinnung auf ihre Wurzeln und die Bildung eines eigenen Selbstbewusstseins. Von 1945-1985 war er Bürgermeister von Fort-de-France und von 1946-1993 Mitglied der Französischen Nationalversammlung
Der Untergang eines Sklavenschiffs in der Nähe des Le Diamand mit vielen Toten wird hier auf beklemmende Weise dargestellt.
Die Figuren sind genau auf 110 Grad ausgerichtet, die Richtung aus der sie aus Afrika verschleppt und verschifft wurden


Fahrt über Martinique, Ostseite - die Landschaft erscheint fast nordeuropäisch
Petite Anse Macabou: das Saragossagras treibt hier zu Massen an und macht das Baden unerfreulich. Zudem muss man sich hier auf der Ostseite der Insel sehr vor der Strömung und der starken Brandung in Acht nehmen
Blick auf Saint Pierre, auf uns wirkt es heute ein bisschen verschlafen. Ehemals die Hauptstadt der Insel lebten 1902 hier nahezu 30.000 Menschen!
Der älteste Baum der Insel, ca 400 Jahre alt, steht an der Hauptstraße nördlich von St. Pierre

Hier wollen wir eine Wanderung unternehmen, der Kanal wird auch der "Sklavenkanal" genannt, denn er wurde von Sklaven gebaut, um das Wasser aus den Bergen nach St. Pierre zu befördern
Los geht es, wie auf Madeira, immer am Kanal entlang ...
... aber hier im üppigem Regenwald
Die rote Hummerschere, die das Klima des Regenwaldes liebt
Auch die Porzellanrose findet sich immer wieder
Und hier sehen wir endlich einen der kleinen flinken Vögel, die so hübsch anzusehen sind: ein Kolibri bei der Arbeit
Dank Teleobjektiv fühlt er sich ungestört und unbeobachtet ...

... und labt sich reichlich
Unsere neue Botanikerin: Angelika ist begeistert von der Blütenpracht ...
... und von der Pflanzenvielfalt, und von den Pflanzen auf den Pflanzen
Cascade de Saut-Gendarme - ein Wasserfall, der in ein großes Becken fällt, in dem man sich wunderbar erfrischen kann. Der Name ist entstanden, weil hier die Gendarmen von St. Pierre ihre Pferde zum Trinken führten
Diese an Sonnenschirme erinnernde Farnbäume sind in den Regenwäldern der Karibik sehr verbreitet. Sie existieren schon sehr sehr lange auf der Erde, seit den Zeiten der Dinosaurier!

Donnerstag, 4. Mai 2017

Dominica, Northern Treasure Tour

Ganz Dominica, das Nature Island, wie die Einheimischen es stolz nennen, scheint von Regenwäldern überzogen zu sein, dabei sind es oft Farmen oder Plantagen, Bananen, Kaffee, Kakao, Kokospalmen, Mangos, Papaya, Paranüsse ... Die meisten sind in Privatbesitz, und es gibt sieben staatliche Farmen. Zudem gibt es hier natürlich auch Unmengen von Blütenpflanzen und von Zitronengras, das wie Unkraut überall am Straßenrand wächst. Auf Dominica haben wir erfahren, dass die grünen Blätter des Hibiskus, zerdrückt und nass gemacht, eine natürliche Seife sind!
Von den karibischen Inseln hat Dominica die meisten Berge, obwohl sie eher klein ist mit 46x25 km
Die Royal Palms wurden von den Briten nach Dominica gebracht
Die Bambussträucher - oder sollten wir lieber Bambusbaumsträucher sagen? - erstaunen uns immer wieder mit ihrer Riesengröße. Das Bambusholz wird für Möbel, Hausbau und  im Straßenbau für die Befestigung der Straßen verwendet
Bunt bunt bunt sind alle meine Häuser
Wohin man schaut, die Pflanzenwelt ist üppig, und immer wieder blitzt das Meer durch

Einer der 365 Flüsse Dominicas. Wassermangel besteht hier nicht!
Grün, grün, grün, und ganz ganz hinten, der Strand vor dem Meer, der leider nicht zu sehen ist, war auch Schauplatz einer Szene im "Fluch der Karibik"


Endlich sehen wir, wie die Ananas wachsen
Unser Guide Winston - fröhlich, lustig, kennt mindestens die Hälfte der Inselbewohner und weiß alles über die Insel
Hier in diesem grünen Haus wohnt er. Am Ende der Tour haben wir auch seine Dorfkirche, seine alte Grundschule, das Haus seiner Mutter und das seiner Schwester gesehen

Hmmm - fein säuberlich abgestellt zwecks Entsorgung oder vergessen, oder ...?
Chaudiere Pool - 10 m tief
Jo wagt den Sprung!
Karibiktraum
Unser Ausblick beim Mittagessen in Calibishie - Dominica ist wirklich wunderschön
Was ist das? Richtig, eine Kakaofrucht!
Und hier wird daraus feinste Schokolade gemacht
Warten auf die Verarbeitung
Und so sehen die Kakaofrüchte von innen aus. Die Bohnen schmecken angenehm säuerlich. Sie werden 7 Tage lang fermentiert, anschließend zerkleinert, die Schalen ausgesiebt, dann wird der Kakao/die Schokolade erhitzt, Flüssigkeit hinzu gefügt und gerührt und gerührt und gerührt. Zuletzt werden allerhand spezielle Gewürze eingemischt, und nach dem Erkalten in den Formen können am Ende ...
... fertige Tafeln leckerster Schokoladensorten erstanden werden

Mangobäume
Und das ist eine Paranuss-Frucht. Die Nuss sitzt ganz unten und ist der kleinste Bestandteil
COBRA Tours schildert in bunten Farben einen Spaziergang über den Mars bzw. eine Mars-Landschaft
Und da sind wir, zahlen wieder 2 USD pro Nase und laufen über ... ja, genau wissen wir es nicht, der Fels ist recht weich und staubig
Zwischen Regengüssen apokalyptischen Ausmaßes folgen wir unserem Guide Danny, der eher einem Guru ähnelt, sehr entspannt ist und sehr leise spricht, aber vermutlich nur ein kommerzialisierter Rastaman ist. Für seine Haarpracht hat er 17 Jahre gebraucht, er wäscht sie täglich!

Einfach hübsch
Noch ein Traumstrand
Felsen im Meer und Wellen - ein unwiderstehliches Fotomotiv!

Am Ende der Tour eine besondere Schwefelquelle: Jo testet mutig, ob sie wirklich kalt ist