Mittwoch, 8. August 2018

Zwischenziel erreicht: Deltaville, Virginia

Und nun sind wir da, in Deltaville in Virginia, bei Stingray Point Boat Works, wo die Magic Cloud heute morgen aus dem Wasser gehoben und an Land gestellt wurde. In den nächsten Monaten wird sie hier stehen, bis die Hurrikan-Saison in der Karibik und Florida dem Ende zu geht.

Der Boatyard liegt sozusagen am Ende der Welt, am Broad Creek, der in den Potomac River mündet, direkt bevor dieser in die Chesapeake Bay fließt. Busse und Bahnen fahren hier nicht, das Courtesy Car, den die Bootsbewohner/innen kostenlos leihen dürfen, steht nur wochentags während der Bürozeiten zur Verfügung und darf auch höchstens bis zum 2 Meilen entfernten Supermarkt gefahren werden.

Und es ist jedesmal wieder ein bisschen aufregend, wenn die Magic Cloud aus dem Wasser gehoben wird


Blick auf das gegenüber liegende Ufer: auf der schmalen Landzunge zwischen Broad Creek und Potomac gibt es genau eine Straße (nur für die Anwohner!) und eine Reihe Häuser
Die Stelzen sind hier sicher öfter mal notwendig, so zwischen zwei Gewässern und bei starken Stürmen das Wasser stark ansteigt

Samstag, 4. August 2018

Little Bay vor Deltaville, Virginia

Nach 3 Segeltagen sind wir 10 sm vor Deltaville,Virginia, in der Little Bay am Antipoison Creek angekommen. Wie so viele Buchten in der Chesapeake Bay sind die Ufer mit wenigen Häusern gesäumt. Das Wasser hier ist wieder viel salziger als in Annapolis. Wir ankern zwischen Crab-Pots auf 1,8 Metern Wassertiefe. Eine Menge kleinster Fliegen und Stechviecher macht sich sogleich über uns her. Mit einem kleinen hellen Sandstrand erinnert uns die Bucht an die Ostsee und die dänische Südsee, nur das Wetter ist hier weiterhin schwül und heiß. Was in diesem Sommer vermutlich kein großer Unterschied zu dem in Norddeutschland ist ...
In der Ein- bzw. Ausfahrt der Bucht am Antipoison Creek liegt diese hübsche schmale Landzunge. Die Einheimischen kommen gern hierher, tagsüber mit den Kindern zum Baden, abends als Paare oder Gruppen, um den Sonnenuntergang zu verfolgen
Unser Kreuzkurs über die Chesapeake Bay. In den teils heftigen Thunderstorms hatten wir bis zu 32 Knoten Wind und Starkregen, was jedesmal rechtzeitiges Reffen des Großsegels und der Fock bedeuteten. Der Tidenstrom lief mit uns bis zu einem Knoten und es galt, Schiffe, Tonnen, Crab-Pots und Untiefen zu umfahren. Wir sind an 2 Tagen jeweils ca. 50 sm über Grund gesegelt, um ca. 28 sm in Richtung unseres Ziels zu gelangen. Es hätte auch schlimmer kommen können